{"id":80,"date":"2026-08-02T22:44:09","date_gmt":"2026-08-02T20:44:09","guid":{"rendered":"https:\/\/hpneu.alemannia.tirol\/?page_id=80"},"modified":"2026-08-14T23:13:50","modified_gmt":"2026-08-14T21:13:50","slug":"geschichte","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.alemannia.tirol\/?page_id=80","title":{"rendered":"Geschichte"},"content":{"rendered":"\n<h2 class=\"wp-block-heading alignwide\">120 Jahre Geschichte \u2013 Tradition im Wandel<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"alignwide wp-block-paragraph\"><strong>Zwei Weltkriege, zwei politische Diktaturen mit Verbotszeiten und tiefgreifende gesellschaftliche Umbr\u00fcche \u2013 und mittendrin eine Gemeinschaft, die sich nie hat verbiegen lassen.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"alignwide wp-block-paragraph\">Seit 1906 steht die K.T.St.V. Alemannia Innsbruck f\u00fcr Werte, die Zeiten \u00fcberdauern. Unsere Geschichte erz\u00e4hlt vom Mut junger Gr\u00fcnder, vom standhaften Einstehen f\u00fcr Prinzipien in dunklen Kapiteln der Geschichte und vom stetigen Wiederaufbau.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"alignwide wp-block-paragraph\">Auf unseren Traditionen zu bauen hei\u00dft f\u00fcr uns jedoch nicht, stehenzubleiben: Wir verstehen Geschichte als Fundament, um <strong>aktiv mit der Zeit zu gehen<\/strong> \u2013 als verl\u00e4sslicher Anker und moderner Wegbegleiter f\u00fcr junge Menschen im Studium und Sch\u00fclerleben von heute.<\/p>\n\n\n\n<details class=\"wp-block-details alignwide is-layout-flow wp-block-details-is-layout-flow\"><summary>1906: Der Anfang &amp; die Gr\u00fcndung<\/summary>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wir schreiben den\u00a0<strong>Juni 1906<\/strong>. Die Stimmung in Innsbruck war aufgeheizt. In der Politik, an den Schulen und in den Medien gaben die sogenannten \u201eDeutschnationalen\u201c und \u201eFreiheitlichen\u201c den Ton an. F\u00fcr sie war der katholische Glaube veraltet und l\u00e4cherlich. Katholische Studenten wurden verspottet und oft sogar verpr\u00fcgelt, ohne dass die Polizei eingriff. Die Gegner schw\u00e4rmten lieber f\u00fcr germanische G\u00f6tter wie Wotan als f\u00fcr christliche Werte.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Druck erzeugt Gegendruck<\/strong>\u00a0<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die katholische Jugend wollte sich das nicht l\u00e4nger gefallen lassen. Man brauchte einen eigenen Schutzraum und eine Gemeinschaft. Unterst\u00fctzt von der Kirche, Politikern und den bereits bestehenden Verbindungen\u00a0<em>Teutonia<\/em>\u00a0und\u00a0<em>Cimbria<\/em>\u00a0fassten sieben mutige Sch\u00fcler der Lehrerbildungsanstalt einen Entschluss.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Die Glorreichen Sieben<\/strong>\u00a0<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Am\u00a0<strong>6. Juni 1906<\/strong>\u00a0gr\u00fcndeten diese sieben Burschen unsere Verbindung:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Max Gei\u00dfler, Josef H\u00f6rhager, Hermann Fiedler,<\/li>\n\n\n\n<li>Matthias Rinderer (der erste Senior), Heinrich Rinderer,<\/li>\n\n\n\n<li>Heinrich Kotz und Hans Zellner.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Warum \u201eAlemannia\u201c?<\/strong>\u00a0<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Da die meisten der Gr\u00fcnder aus\u00a0<strong>Vorarlberg<\/strong>\u00a0stammten (wo man alemannisch spricht), w\u00e4hlten sie den Namen\u00a0<strong>Alemannia<\/strong>. Ihre Farben:\u00a0<strong>Gr\u00fcn-Wei\u00df-Rot<\/strong>. Ihr Wahlspruch:\u00a0<strong>\u201eIn St\u00fcrmen fest\u201c<\/strong>\u00a0\u2013 ein klares Signal, dass man sich vom Gegenwind nicht umwerfen l\u00e4sst.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Schon einen Monat sp\u00e4ter, am 7. Juli 1906, feierte man die gro\u00dfe Er\u00f6ffnung (den Publikationskommers) im Gasthof \u201eKrone\u201c in Wilten. Es war ein wichtiges Zeichen: Viele prominente Politiker und Geistliche kamen, um den jungen Gr\u00fcndern den R\u00fccken zu st\u00e4rken.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image aligncenter size-large\"><img decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"781\" fetchpriority=\"low\" src=\"https:\/\/alemannia.tirol\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/Gruenderphoto-1906-1024x781.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-226\" srcset=\"https:\/\/www.alemannia.tirol\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/Gruenderphoto-1906-1024x781.jpg 1024w, https:\/\/www.alemannia.tirol\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/Gruenderphoto-1906-300x229.jpg 300w, https:\/\/www.alemannia.tirol\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/Gruenderphoto-1906-768x586.jpg 768w, https:\/\/www.alemannia.tirol\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/Gruenderphoto-1906-1536x1172.jpg 1536w, https:\/\/www.alemannia.tirol\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/Gruenderphoto-1906-2048x1562.jpg 2048w\" sizes=\"(max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<details class=\"wp-block-details is-layout-flow wp-block-details-is-layout-flow\"><summary><strong>die Gr\u00fcndungsrede<\/strong><\/summary>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Senior Matthias Rinderer f\u00fchrte u. a. w\u00f6rtlich aus:<br><em>\u00bbHohe Corona!<\/em><br><em>Schon seit l\u00e4ngerer Zeit ward uns Gelegenheit gegeben, wahrzunehmen, da\u00df auch an unserer\u00a0Mittelschule, dem k. k. P\u00e4dagogium, die nationale Str\u00f6mung sich breit zumachen versuchte. Doch\u00a0legten wir am Anfang dem Ganzen wenig Bedeutung bei, da es nicht den Anschein hatte, als ob dieser\u00a0verderbliche Geist wirklich so hinreichend Nahrung f\u00e4nde. Leider mu\u00dften wir uns in j\u00fcngster Zeit\u00a0vom Gegenteil \u00fcberzeugen, und mit Kenntnis der Gefahr f\u00fcr die katholische Sache reifte in uns der\u00a0Entschlu\u00df, so wenige wir auch waren, zusammenzutreten, um unter dem kr\u00e4ftigen Wahlspruch ,In\u00a0St\u00fcrmen fest&#8216; unsere neue Studentenverbindung ,Alemannia&#8216; ins Leben zu rufen. Wir sind uns klar\u00a0bewu\u00dft, da\u00df es sich hiebei nicht um Vergn\u00fcgen und Spielerei handelt, sondern, da\u00df wir ernsten\u00a0Angelegenheiten gegen\u00fcberstehen und so manchen hartn\u00e4ckigen Strau\u00df werden auszufechten haben\u00a0f\u00fcr unsere h\u00f6chsten Ideale: Katholische Gesinnung und echten Patriotismus. Trotzdem wird man bei\u00a0uns nicht ermangeln, studentische Fr\u00f6hlichkeit, gesunden Witz und Gem\u00fctlichkeit gro\u00dfzuziehen. Es\u00a0mag vielleicht \u00fcberraschen, wenn wir angehende Lehrer, die ja kaum eine Hochschule besuchen\u00a0werden, eine Verbindung gr\u00fcnden. Doch ist zu bedenken, da\u00df der Lehrer ein sehr gro\u00dfes, vielleicht\u00a0das gr\u00f6\u00dfte Arbeitsfeld vor sich hat. Sagt doch ein allgemein bekanntes Wort: Wer die Jugend hat, hat\u00a0die Zukunft. &#8230; \u00ab<\/em><\/p>\n<\/details>\n\n\n\n<details class=\"wp-block-details is-layout-flow wp-block-details-is-layout-flow\"><summary><strong>Der 25. Geburtstag: Jetzt sehen wir aus wie Profis (1930)<\/strong><\/summary>\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Das gro\u00dfe Upgrade<\/strong>\u00a0Zum 25. Jubil\u00e4um (13.\u201315. Juni 1930) wollte die Alemannia zeigen, was sie hat. Unter dem ber\u00fchmten Senior\u00a0<strong>Karl Kluckner (v\/o Pips)<\/strong>\u00a0trat die F\u00fchrungsmannschaft (Chargen)\u00a0<strong>zum allerersten Mal im \u201eVollwichs\u201c<\/strong>\u00a0auf \u2013 also in der pr\u00e4chtigen Uniform mit Prunkschl\u00e4ger, die wir heute kennen. Vorher hatte man diese teure Ausstattung einfach nicht.<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-794e3cfa wp-block-columns-is-layout-flex\">\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\">\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>In der Kaiserj\u00e4gerkapelle wurde eine neue\u00a0<strong>Standarte<\/strong>\u00a0(eine kleine Reiterfahne in Blau-Wei\u00df-Rot) geweiht.<\/li>\n\n\n\n<li>Vor dem Andreas-Hofer-Denkmal hielt Chorherr Plattner eine feurige Rede.<\/li>\n\n\n\n<li>Zum Abschluss sangen alle das\u00a0<strong>\u201eS\u00fcdtiroler Trutzlied\u201c<\/strong>\u00a0\u2013 ein klares politisches Statement, da S\u00fcdtirol damals von Italien unterdr\u00fcckt wurde.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Die Shopping-Liste<\/strong>&nbsp;Damit dieses Fest \u00fcberhaupt so gl\u00e4nzen konnte, wurde im Vorfeld massiv investiert. Dank Spendern (wie AH Grissemann und der Fahnenpatin Imma Pobitzer) wurden angeschafft:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Die neue Standarte &amp; das Wappenschild.<\/li>\n\n\n\n<li>Die ersten Vollwichsen (Uniformen).<\/li>\n\n\n\n<li>Ein Horn, 30 Bierkr\u00fcge und neue Liederb\u00fccher (\u201eKantuspr\u00fcgel\u201c).<\/li>\n<\/ul>\n<\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\">\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img decoding=\"async\" width=\"484\" height=\"706\" fetchpriority=\"low\" src=\"https:\/\/alemannia.tirol\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/ALIChargierte_25.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-229\" srcset=\"https:\/\/www.alemannia.tirol\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/ALIChargierte_25.jpg 484w, https:\/\/www.alemannia.tirol\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/ALIChargierte_25-206x300.jpg 206w\" sizes=\"(max-width: 484px) 100vw, 484px\" \/><\/figure>\n<\/div>\n<\/div>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Gro\u00dfes Kino am Bergisel<\/strong>\u00a0Die Feier war extrem patriotisch. Man traf sich am Bergisel, dem Tiroler Schicksalsberg.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image aligncenter size-large is-resized\"><img decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"694\" fetchpriority=\"low\" src=\"https:\/\/alemannia.tirol\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/25_-stiftungfest_ale-1024x694.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-228\" style=\"width:1024px;height:auto\" srcset=\"https:\/\/www.alemannia.tirol\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/25_-stiftungfest_ale-1024x694.jpg 1024w, https:\/\/www.alemannia.tirol\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/25_-stiftungfest_ale-300x203.jpg 300w, https:\/\/www.alemannia.tirol\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/25_-stiftungfest_ale-768x521.jpg 768w, https:\/\/www.alemannia.tirol\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/25_-stiftungfest_ale-1536x1042.jpg 1536w, https:\/\/www.alemannia.tirol\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/25_-stiftungfest_ale-2048x1389.jpg 2048w\" sizes=\"(max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Der Ausflug<\/strong>\u00a0Nach dem offiziellen Teil ging es ganz entspannt mit dem Bus zum Feiern nach Schwaz.<\/p>\n<\/details>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n<\/details>\n\n\n\n<details class=\"wp-block-details alignwide is-layout-flow wp-block-details-is-layout-flow\"><summary>Gr\u00fcndung Herulia &amp; der Zusammenschluss<\/summary>\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Die Gr\u00fcndung der Herulia (8. J\u00e4nner 1907)<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Warum eine neue Verbindung?<\/strong>\u00a0Kurz nach der\u00a0Gr\u00fcndung\u00a0der Alemannia gab es internen Gespr\u00e4chsbedarf. Die Alemannia war damals fest in der Hand der\u00a0<strong>Vorarlberger<\/strong>\u00a0(&#8222;Alemannen&#8220;). Peter Weindl, ein Mitglied aus dem Tiroler\u00a0<strong>Unterinntal<\/strong>, f\u00fchlte sich dort als Tiroler nicht richtig beheimatet.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Die Abspaltung<\/strong>\u00a0Also tat er das, was engagierte Studenten tun: Er gr\u00fcndete seine eigene Verbindung. Zusammen mit seinem Bruder Hans und zwei Freunden (Peter L\u00f6cker und Peter Scheider) rief er am\u00a0<strong>8. J\u00e4nner 1907<\/strong>\u00a0die\u00a0<strong>Herulia<\/strong>\u00a0ins Leben.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Der Name: Ein Statement<\/strong>&nbsp;Der Name war kein Zufall, sondern eine Antwort auf die Alemannia.<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li><strong>Alemannia<\/strong>\u00a0bezog sich auf die Alemannen (Vorarlberg\/Westen).<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Herulia<\/strong>\u00a0bezog sich auf den germanischen Stamm der\u00a0<strong>Heruler<\/strong>\u00a0und ihren K\u00f6nig Odoaker. Dieser Stamm zog historisch durch \u00d6sterreich Richtung Italien \u2013 das passte besser zu den Unterinntalern als die &#8222;West-Verbindung&#8220;.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Farben &amp; Motto<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Als Farben w\u00e4hlten sie&nbsp;<strong>Gr\u00fcn-Rot-Gold<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">und als Wahlspruch:&nbsp;<strong>&#8222;Einigkeit macht stark!&#8220;<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Leben im Untergrund<\/strong>\u00a0Jetzt gab es zwei katholische Verbindungen an der Lehrerbildungsanstalt. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das Problem:\u00a0<strong>Beide waren offiziell verboten.<\/strong>\u00a0Sie mussten sich vor der Direktion verstecken und im Geheimen treffen. Doch ihr Ziel hatten sie erreicht: Die alleinige Herrschaft der kirchenfeindlichen Gruppen an der Schule war gebrochen.<\/p>\n\n\n\n<details class=\"wp-block-details is-layout-flow wp-block-details-is-layout-flow\"><summary><strong>Die Fahnenweihe der Herulia (1935): Ganz oben angekommen<\/strong><\/summary>\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Crowdfunding durch die Elite<\/strong>\u00a0Im Mai 1935 bekam unsere Fusionsverbindung\u00a0<strong>Herulia<\/strong>\u00a0ihre\u00a0neue Fahne. Und wer hat sie bezahlt? Nicht irgendwer, sondern die m\u00e4chtigsten M\u00e4nner \u00d6sterreichs. Zu den Spendern geh\u00f6rten:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li><strong>Bundeskanzler Kurt Schuschnigg<\/strong>\u00a0(der Regierungschef h\u00f6chstpers\u00f6nlich!),<\/li>\n\n\n\n<li><strong>F\u00fcrst Starhemberg<\/strong>\u00a0(Vizekanzler),<\/li>\n\n\n\n<li>sowie Landeshauptm\u00e4nner aus Tirol und Vorarlberg.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das zeigt: Die Herulia war damals keine kleine Sch\u00fclergruppe, sondern gesellschaftlich extrem wichtig und anerkannt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Ein Event der Extraklasse<\/strong>&nbsp;Das Festprogramm am&nbsp;<strong>5. Mai 1935<\/strong>&nbsp;war dementsprechend gro\u00df aufgezogen:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Zuerst der festliche Kommers (Feier).<\/li>\n\n\n\n<li>Dann die heilige Messe mit der Fahnenweihe.<\/li>\n\n\n\n<li>Eine Ehrung am Kriegerdenkmal.<\/li>\n\n\n\n<li>Und als Highlight f\u00fcr die jungen Burschen: Ein\u00a0<strong>\u201eAutobummel\u201c nach Seefeld<\/strong>. (Das klingt heute harmlos, aber 1935 waren Autos absoluter Luxus \u2013 eine Kolonne privater Autos war eine Sensation!)<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Die Patin<\/strong>&nbsp;Eine besondere Ehre wurde Frl. Dora Jaist zuteil, die als Fahnenpatin fungierte. Den Ehrenschutz \u00fcbernahm Landesrat Gamper.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image aligncenter size-large\"><img decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"615\" fetchpriority=\"low\" src=\"https:\/\/alemannia.tirol\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/Herulia1935-1024x615.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-233\" srcset=\"https:\/\/www.alemannia.tirol\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/Herulia1935-1024x615.jpg 1024w, https:\/\/www.alemannia.tirol\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/Herulia1935-300x180.jpg 300w, https:\/\/www.alemannia.tirol\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/Herulia1935-768x461.jpg 768w, https:\/\/www.alemannia.tirol\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/Herulia1935-1536x923.jpg 1536w, https:\/\/www.alemannia.tirol\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/Herulia1935-2048x1231.jpg 2048w\" sizes=\"(max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n<\/details>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Zusammenschlu\u00df Alemannia und Herulia<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Die gro\u00dfe Fusion 1937: Aus zwei mach eins<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Das Problem:<\/strong>&nbsp;In den 1930er Jahren wurde die Luft d\u00fcnn. Es gab immer weniger Sch\u00fcler, und die wenigen wurden von den gro\u00dfen politischen Jugendorganisationen (wie dem \u201eJungvolk\u201c oder den \u201eSturmscharen\u201c) abgeworben. F\u00fcr drei verschiedene Verbindungen an einer Schule gab es einfach nicht mehr genug Nachwuchs (\u201eder Keilboden war zu eng\u201c).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Die L\u00f6sung:<\/strong>&nbsp;Jahrelang hatte man dar\u00fcber diskutiert, aber jeder war zu stur. Doch 1937 gab es keine Wahl mehr: Alemannia und Herulia, die ohnehin befreundet waren, mussten fusionieren, um zu \u00fcberleben.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Der Deal (Best of both worlds):<\/strong>&nbsp;Damit sich beide Seiten wiederfinden, schloss man am&nbsp;<strong>5. Juni 1937<\/strong>&nbsp;einen fairen Kompromiss:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li><strong>Der Name:<\/strong>\u00a0Man behielt den Namen\u00a0<strong>Alemannia<\/strong>.<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Die Optik &amp; Werte:<\/strong>\u00a0Man \u00fcbernahm die Farben (<strong>Gr\u00fcn-Rot-Gold<\/strong>) und den Wahlspruch (<strong>\u201eEinigkeit macht stark!\u201c<\/strong>) der\u00a0<strong>Herulia<\/strong>.<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Die F\u00fchrung:<\/strong>\u00a0Der Chef der Altherrenschaft (Philistersenior) kam von der Herulia, die Schriftf\u00fchrung von der Alemannia.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Das Ergebnis:<\/strong>&nbsp;Der Plan ging auf. Pl\u00f6tzlich stand da eine m\u00e4chtige Verbindung mit \u00fcber 20 Aktiven (Sch\u00fclern) und 200 Alten Herren.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n<\/details>\n\n\n\n<details class=\"wp-block-details alignwide is-layout-flow wp-block-details-is-layout-flow\"><summary>1938 \u2013 1945: Verbotszeit &amp; Widerstand<\/summary>\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>1938 \u2013 1945: Untergrund und Widerstand<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Der Tag, an dem alles verboten wurde<\/strong>&nbsp;Am 11. M\u00e4rz 1938 marschierten Hitlers Truppen ein. Die Nazis \u00fcbernahmen sofort die Macht und verboten alle unabh\u00e4ngigen Vereine \u2013 auch uns. Die SA st\u00fcrmte unser Stammlokal \u201eR\u00f6\u00dfl in der Au\u201c, warf unsere Schilder, M\u00fctzen und alles Brennbare auf die Stra\u00dfe und z\u00fcndete es an. Ein Freudenfeuer aus Hass gegen katholische Verbindungen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Die Rettungsaktion des Benjamin Fl\u00f6\u00df<\/strong>&nbsp;W\u00e4hrend die Nazis drau\u00dfen feierten, bewies ein junger Aktiver unglaublichen Mut:&nbsp;<strong>Benjamin Fl\u00f6\u00df<\/strong>. Er schlich sich mit einem Fahrrad und einem Handwagen an der SA vorbei zur Bude. Unbemerkt lud er unsere Fahne, die Uniformen (Wichsen) und wichtiges Equipment auf und versteckte alles in seiner Privatwohnung. Dank ihm besitzen wir diese Dinge heute noch!<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Leben im Verborgenen<\/strong>&nbsp;Offiziell gab es uns nicht mehr. Aber heimlich trafen wir uns weiter \u2013 getarnt als harmlose \u201eKlassengemeinschaftsfeiern\u201c oder Nikolo-Kr\u00e4nzchen. Wir lie\u00dfen uns nicht gleichschalten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Der hohe Preis des Krieges<\/strong>\u00a0Mit Kriegsbeginn 1939 wurde es still. Viele unserer Mitglieder mussten in den Krieg ziehen. 29 unserer Bundesbr\u00fcder kamen nie wieder zur\u00fcck.<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-group has-accent-2-color has-contrast-background-color has-text-color has-background has-link-color wp-elements-61003fa800eec8a8e1d8b1fbf60afcab is-content-justification-center is-layout-flex wp-container-core-group-is-layout-cc63e3b8 wp-block-group-is-layout-flex\" style=\"padding-top:var(--wp--preset--spacing--20);padding-right:var(--wp--preset--spacing--20);padding-bottom:var(--wp--preset--spacing--20);padding-left:var(--wp--preset--spacing--20)\">\n<p class=\"has-text-align-center wp-block-paragraph\"><em>Katholische Couleurstudentinnen und Couleurstudenten<br>in Widerstand und Verfolgung!<\/em><\/p>\n\n\n\n<figure data-wp-context=\"{&quot;imageId&quot;:&quot;6a832fb87bc7e&quot;}\" data-wp-interactive=\"core\/image\" data-wp-key=\"6a832fb87bc7e\" class=\"wp-block-image size-thumbnail wp-lightbox-container\"><img decoding=\"async\" width=\"150\" height=\"150\" fetchpriority=\"low\" data-wp-class--hide=\"state.isContentHidden\" data-wp-class--show=\"state.isContentVisible\" data-wp-init=\"callbacks.setButtonStyles\" data-wp-on--click=\"actions.showLightbox\" data-wp-on--load=\"callbacks.setButtonStyles\" data-wp-on--pointerdown=\"actions.preloadImage\" data-wp-on--pointerenter=\"actions.preloadImageWithDelay\" data-wp-on--pointerleave=\"actions.cancelPreload\" data-wp-on-window--resize=\"callbacks.setButtonStyles\" src=\"https:\/\/alemannia.tirol\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/niemalswieder-150x150.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-116\" srcset=\"https:\/\/www.alemannia.tirol\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/niemalswieder-150x150.png 150w, https:\/\/www.alemannia.tirol\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/niemalswieder-300x300.png 300w, https:\/\/www.alemannia.tirol\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/niemalswieder.png 503w\" sizes=\"(max-width: 150px) 100vw, 150px\" \/><button\n\t\t\tclass=\"lightbox-trigger\"\n\t\t\ttype=\"button\"\n\t\t\taria-haspopup=\"dialog\"\n\t\t\tdata-wp-bind--aria-label=\"state.thisImage.triggerButtonAriaLabel\"\n\t\t\tdata-wp-init=\"callbacks.initTriggerButton\"\n\t\t\tdata-wp-on--click=\"actions.showLightbox\"\n\t\t\tdata-wp-style--right=\"state.thisImage.buttonRight\"\n\t\t\tdata-wp-style--top=\"state.thisImage.buttonTop\"\n\t\t>\n\t\t\t<svg xmlns=\"http:\/\/www.w3.org\/2000\/svg\" width=\"12\" height=\"12\" fill=\"none\" viewBox=\"0 0 12 12\">\n\t\t\t\t<path fill=\"#fff\" d=\"M2 0a2 2 0 0 0-2 2v2h1.5V2a.5.5 0 0 1 .5-.5h2V0H2Zm2 10.5H2a.5.5 0 0 1-.5-.5V8H0v2a2 2 0 0 0 2 2h2v-1.5ZM8 12v-1.5h2a.5.5 0 0 0 .5-.5V8H12v2a2 2 0 0 1-2 2H8Zm2-12a2 2 0 0 1 2 2v2h-1.5V2a.5.5 0 0 0-.5-.5H8V0h2Z\" \/>\n\t\t\t<\/svg>\n\t\t<\/button><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center wp-block-paragraph\"><em><a href=\"https:\/\/alemannia.tirol\/?page_id=78\" data-type=\"page\" data-id=\"78\">Im Kampf gegen den Nationalsozialismus<br>1938 \u2013 1945<\/a><\/em><\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n<\/div>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Das Schicksal von Hans Vogl<\/strong>&nbsp;Besonders tragisch ist der Tod unseres Alten Herrn Hans Vogl v\/o Schn\u00fcffl. Er leistete Widerstand gegen das Regime. Daf\u00fcr wurde er 1944 in M\u00fcnchen-Stadelheim (nahe Dachau) von den Nazis enthauptet. Er starb f\u00fcr seine \u00dcberzeugung und hinterlie\u00df Frau und Kinder.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>anm. Wir tragen unsere Farben auch im Gedenken an Leute wie Hans Vogl, der f\u00fcr seine Werte gestorben ist. Das unterscheidet uns von einem normalen Party-Club.<\/em><\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n<\/details>\n\n\n\n<details class=\"wp-block-details alignwide is-layout-flow wp-block-details-is-layout-flow\"><summary>Wiederaufbau &amp; Das goldene Jubil\u00e4um<\/summary>\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Wieder frei! Der Neustart (1945\/46)<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-794e3cfa wp-block-columns-is-layout-flex\">\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\">\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img decoding=\"async\" width=\"797\" height=\"1024\" fetchpriority=\"low\" src=\"https:\/\/alemannia.tirol\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/ws1945-797x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-144\" srcset=\"https:\/\/www.alemannia.tirol\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/ws1945-797x1024.jpg 797w, https:\/\/www.alemannia.tirol\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/ws1945-234x300.jpg 234w, https:\/\/www.alemannia.tirol\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/ws1945-768x986.jpg 768w, https:\/\/www.alemannia.tirol\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/ws1945-1196x1536.jpg 1196w, https:\/\/www.alemannia.tirol\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/ws1945-1595x2048.jpg 1595w, https:\/\/www.alemannia.tirol\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/ws1945-scaled.jpg 1993w\" sizes=\"(max-width: 797px) 100vw, 797px\" \/><\/figure>\n<\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\">\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das erste Semesterprogramm nach dem Krieg symbolisiert das Ende der braunen Tyrannei. Die Alemannia stand sofort wieder f\u00fcr Demokratie, Freiheit und Menschenrechte ein.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Sofort zur\u00fcck am Start<\/strong>&nbsp;Der Zweite Weltkrieg war kaum vorbei, da regte sich schon wieder Leben. Wir wollten keine Zeit verlieren. Bereits im&nbsp;<strong>September 1945<\/strong>&nbsp;trafen sich die Alten Herren zum ersten Mal wieder offiziell.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Die Motoren des Wiederaufbaus<\/strong>&nbsp;Es war eine Handvoll engagierter Alter Herren (AH), die den Karren zogen: Kluckner, Egg, Hackl, Unterwurzacher und Costisella. Sie wollten die Alemannia unbedingt wiederbeleben.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Wie findet man neue Mitglieder?<\/strong>&nbsp;Die Alten Herren hatten einen Plan: AH Egg schickte einfach seinen Sohn Franz an die Schule (damals noch &#8222;Lehrerbildungsanstalt&#8220;). Franz hatte den Auftrag, neue Mitsch\u00fcler f\u00fcr die Verbindung zu begeistern \u2013 oder wie wir sagen: zu&nbsp;<strong>&#8222;keilen&#8220;<\/strong>. Der Plan ging auf: Eine neue Generation wuchs heran.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Das gro\u00dfe Fest nach der &#8222;Langen Nacht&#8220;<\/strong>&nbsp;Im&nbsp;<strong>Juni 1946<\/strong>&nbsp;war es dann so weit: Die Alemannia feierte ihr&nbsp;<strong>40. Stiftungsfest<\/strong>. Es war ein emotionales Fest. Nach der &#8222;langen Nacht&#8220; der Nazi-Diktatur und des Krieges durften wir endlich wieder Farben tragen und feiern. Philistersenior Hackl hielt dabei eine Rede, die niemand verga\u00df.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Begriff &#8222;Lange Nacht&#8220;: Das ist eine sehr poetische Umschreibung f\u00fcr die Nazi-Zeit (1938-1945). Diese dunkle Zeit wurde damals so genannt \u2013 als Kontrast zum &#8222;neuen Tag&#8220; der Freiheit.<\/em><\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<details class=\"wp-block-details is-layout-flow wp-block-details-is-layout-flow\"><summary><strong>Totendenkmal am Tummelplatz<\/strong><\/summary>\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Ein Kreuz f\u00fcr unsere Toten (1954)<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Die Idee und das Geldproblem<\/strong>&nbsp;Wie viele andere Verbindungen wollten auch wir am&nbsp;<strong>Tummelplatz<\/strong>&nbsp;(dem ber\u00fchmten Kriegerfriedhof in Innsbruck) ein Gedenkkreuz f\u00fcr unsere gefallenen Bundesbr\u00fcder aufstellen. Der Plan war fertig, aber wie so oft: Die Kasse war leer.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Die Rettung durch Wein<\/strong>&nbsp;Die L\u00f6sung war kreativ: Unser Alter Herr&nbsp;<strong>Andre<\/strong>, der eine B\u00e4ckerei und ein Lebensmittelgesch\u00e4ft besa\u00df, hatte eine gro\u00dfe Menge Wein aus&nbsp;<strong>S\u00fcdtirol<\/strong>&nbsp;gespendet bekommen. Er verkaufte den Wein und steckte den kompletten Erl\u00f6s in das Projekt. Mit diesem Startkapital rief unser Vorsitzender&nbsp;<strong>Dr. cer. Laurin<\/strong>&nbsp;zu einer gro\u00dfen Spendenaktion auf \u2013 und die Alten Herren legten gro\u00dfz\u00fcgig nach.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Schlicht und ergreifend<\/strong>&nbsp;Das Kreuz wurde nach einem Entwurf von AH Sch\u00e4fer vom Bildhauer Seeber geschmiedet. Man entschied sich bewusst gegen Kitsch: Ein m\u00e4chtiges, schwarzes Eisenkreuz, ganz ohne Schn\u00f6rkel. Auf dem Granitsockel steht nur:&nbsp;<strong>\u201eAlemannia ihren Toten\u201c<\/strong>.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Die G\u00e4nsehaut-Einweihung<\/strong>&nbsp;Am&nbsp;<strong>4. Juli 1954<\/strong>&nbsp;(beim 48. Stiftungsfest) war es soweit. Unter den B\u00e4umen des Tummelplatzes versammelten sich Alemannen, andere Verbindungen und Veteranenvereine mit ihren Fahnen. Besonders war der Pfarrer:&nbsp;<strong>Pfarrer Plattner<\/strong>&nbsp;(mit dem passenden Biernamen&nbsp;<strong>v\/o Suff<\/strong>) weihte das Kreuz. Als am Ende das Hornsignal zum Abschied (\u201eRetraite\u201c) durch den Wald hallte, hatte wohl jeder Anwesende einen Klo\u00df im Hals.<\/p>\n<\/details>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Das Goldene Jubil\u00e4um: 50 Jahre Alemannia (1956)<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Ein Fest der Superlative<\/strong>&nbsp;Im Sommer 1956 lie\u00df es die Alemannia richtig krachen. 35 Aktive und ein starkes Team von Alten Herren stellten ein Fest auf die Beine, das Innsbruck so schnell nicht verga\u00df.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Das \u201eWho is Who\u201c der Politik<\/strong>&nbsp;Der Festsaal im Gro\u00dfgasthof \u201eBrein\u00f6\u00dfl\u201c war bummvoll: \u00dcber 250 G\u00e4ste! Und die G\u00e4steliste las sich wie das Telefonbuch der Macht:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Gl\u00fcckwunschbriefe kamen von\u00a0<strong>Au\u00dfenminister Leopold Figl<\/strong>\u00a0(der den Staatsvertrag unterschrieben hat!) und Unterrichtsminister Drimmel.<\/li>\n\n\n\n<li>Im Saal sa\u00dfen Landesr\u00e4te, Professoren und die Gr\u00fcnder der Alemannia und Herulia.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Solidarit\u00e4t mit S\u00fcdtirol<\/strong>&nbsp;Ein emotionaler Moment: Die Alemannia zeigte Gr\u00f6\u00dfe und nahm die Alten Herren der Verbindung \u201eWaltharia Meran\u201c feierlich in ihre Reihen auf, da diese in S\u00fcdtirol damals schwer unter Druck standen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Das gro\u00dfe Spektakel am Sonntag<\/strong>&nbsp;Am n\u00e4chsten Tag gab es einen riesigen Festzug durch die Stadt zur Kirche Mariahilf:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Vorneweg die M\u00fchlauer Musikkapelle.<\/li>\n\n\n\n<li>Angehf\u00fchrt wurde der Zug von\u00a0<strong>Romuald Niescher<\/strong>\u00a0(damals Studentensprecher des ganzen Landes, sp\u00e4ter der legend\u00e4re B\u00fcrgermeister von Innsbruck).<\/li>\n\n\n\n<li>Ein Highlight: Unsere\u00a0<strong>Fahnenpatin<\/strong>\u00a0Frau Kluckner fuhr wie eine K\u00f6nigin in einer\u00a0<strong>Kutsche<\/strong>, begleitet von zwei Ehrenm\u00e4dchen.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>High-Tech 1956<\/strong>&nbsp;AH Sch\u00e4fer hielt das Ganze f\u00fcr die Ewigkeit fest: Er filmte den Umzug auf&nbsp;<strong>Farbfilm<\/strong>&nbsp;(damals extrem teuer und selten!) und nahm den Kommers sogar auf Tonband auf.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image aligncenter size-large\"><img decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"654\" fetchpriority=\"low\" src=\"https:\/\/alemannia.tirol\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/ALI1956-1024x654.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-240\" srcset=\"https:\/\/www.alemannia.tirol\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/ALI1956-1024x654.jpg 1024w, https:\/\/www.alemannia.tirol\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/ALI1956-300x192.jpg 300w, https:\/\/www.alemannia.tirol\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/ALI1956-768x491.jpg 768w, https:\/\/www.alemannia.tirol\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/ALI1956-1536x981.jpg 1536w, https:\/\/www.alemannia.tirol\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/ALI1956-2048x1308.jpg 2048w\" sizes=\"(max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n<\/details>\n\n\n\n<details class=\"wp-block-details alignwide is-layout-flow wp-block-details-is-layout-flow\"><summary>Unsere Heime: Von der B\u00fcrgerstra\u00dfe in die Siebererstra\u00dfe<\/summary>\n<details class=\"wp-block-details is-layout-flow wp-block-details-is-layout-flow\"><summary><strong>Das Projekt B\u00fcrgerstra\u00dfe (1963)<\/strong><\/summary>\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Ein Heim gegen Stimmen: Das Projekt B\u00fcrgerstra\u00dfe (1963)<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Das Problem:<\/strong>&nbsp;Anfang der 60er Jahre hatte die Alemannia zwar viele singbegeisterte junge Mitglieder, aber kein eigenes Heim (&#8222;Bude&#8220;). Der ber\u00fchmte Gesangsverein&nbsp;<strong>\u201eInnsbrucker Liedertafel\u201c<\/strong>&nbsp;hatte genau das gegenteilige Problem: Sie hatten ein sch\u00f6nes Haus in der B\u00fcrgerstra\u00dfe mit gro\u00dfem Innenhof, aber ihnen fehlte der S\u00e4ngernachwuchs.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Der Win-Win-Deal:<\/strong>&nbsp;Unser Alter Herr&nbsp;<strong>Ernst Grissemann<\/strong>&nbsp;(v\/o Thasso) f\u00e4delte einen genialen Tauschhandel ein:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Die Alemannia tritt geschlossen der Liedertafel bei und singt bei Konzerten mit (Nachschub f\u00fcr den Chor).<\/li>\n\n\n\n<li>Im Gegenzug d\u00fcrfen wir in deren Innenhof unser eigenes Heim bauen.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Schwei\u00df statt Ferien:<\/strong>&nbsp;Im Juni 1963 ging es los. Statt im Schwimmbad zu liegen, schufteten Aktive und Alte Herren den ganzen hei\u00dfen Sommer lang auf der Baustelle.<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li><strong>Einsatz:<\/strong>\u00a0Die Aktiven leisteten\u00a0<strong>552 Arbeitsstunden<\/strong>, die Alten Herren\u00a0<strong>451<\/strong>.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Das Ergebnis:<\/strong>&nbsp;P\u00fcnktlich zum Nikolaus-Tag (&#8222;Firstfeier&#8220;) stand der Rohbau. Dank Spenden (u.a. von&nbsp;<strong>Swarovski<\/strong>, der Stadt und dem Land) konnte das Heim f\u00fcr insgesamt&nbsp;<strong>200.000 Schilling<\/strong>&nbsp;fertiggestellt und eingerichtet werden. Ein gem\u00fctlicher Raum (35 m\u00b2) mitten in der Stadt, der uns geh\u00f6rte \u2013 bezahlt mit Schwei\u00df und Gesang.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Endlich zuhause! Die Einweihung (1964)<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Die Party steigt<\/strong>&nbsp;Am&nbsp;<strong>2. Mai 1964<\/strong>&nbsp;war es endlich soweit: Nach monatelanger Schufterei wurde unser neues Heim offiziell er\u00f6ffnet. Das Ganze fand w\u00e4hrend des 58. Stiftungsfestes statt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Segen und Dank<\/strong>&nbsp;Zuerst segnete Monsignore Dr. Heinz Huber die neuen R\u00e4ume. Dann trat unser \u201eBauherr\u201c und Finanzchef&nbsp;<strong>Dr. cer. Pips<\/strong>&nbsp;ans Rednerpult. In seiner Rede dankte er allen, die gespendet oder geschwitzt hatten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Ehre, wem Ehre geb\u00fchrt<\/strong>&nbsp;Besondere Leistungen wurden sofort belohnt:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Die\u00a0<strong>Br\u00fcder Pobitzer<\/strong>\u00a0(die Architekten) bekamen als Dankesch\u00f6n das\u00a0<strong>Band der Alemannia<\/strong>\u00a0verliehen.<\/li>\n\n\n\n<li>Auch\u00a0<strong>Dr. Elena<\/strong>, der Vorstand der \u201eLiedertafel\u201c (unser Vermieter\/Partner), bekam das Band. Damit wurden sie offiziell in unsere Gemeinschaft aufgenommen.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Ein echter Meilenstein<\/strong>&nbsp;Mit dieser Er\u00f6ffnung waren wir ganz vorne mit dabei: Die Alemannia war (nach der Ambronia) die&nbsp;<strong>zweite Verbindung im ganzen TMV<\/strong>, die ein eigenes Heim besa\u00df. Darauf waren wir m\u00e4chtig stolz.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n<\/details>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Das neue Heim in der Siebererstrasse<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"https:\/\/alemannia.tirol\/?page_id=81\" data-type=\"page\" data-id=\"81\"><strong>Unsere neue und aktuelle Bude<\/strong><\/a><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Vom Sing-Zwang zum eigenen Keller: Der Umzug in die Siebererstra\u00dfe (1979\/80)<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Warum weg aus der B\u00fcrgerstra\u00dfe?<\/strong>&nbsp;In den 70ern kriselte es im alten Heim. Der Deal mit der \u201eLiedertafel\u201c funktionierte nicht mehr: Die jungen Alemannen hatten keine Lust (oder Zeit), verpflichtend im Chor mitzusingen. Dazu kamen L\u00e4rmbeschwerden der Nachbarn. Ein Blick in den Vertrag zeigte: Sp\u00e4testens 1994 w\u00e4re der Mietvertrag ausgelaufen und wir w\u00e4ren ohne Heim und ohne Geld dagestanden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Die Entscheidung:<\/strong>&nbsp;Das Altherren-Kabinett (rund um Philistersenior Treml) zog die Rei\u00dfleine: Lieber jetzt den Vertrag aufl\u00f6sen, das investierte Geld zur\u00fcckholen und etwas Neues suchen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Vitamin B regelt alles<\/strong>&nbsp;Aber wohin? AH&nbsp;<strong>Franz Wurnig (v\/o Dr. Bussi)<\/strong>&nbsp;hatte die z\u00fcndende Idee. Als Direktor der Sonderschule in der&nbsp;<strong>Siebererstra\u00dfe<\/strong>&nbsp;wusste er, dass im Keller der Schule R\u00e4ume leer standen \u2013 st\u00e4dtisches Eigentum, perfekte Lage, perfekte Gr\u00f6\u00dfe. Jetzt kamen die Verbindungen ins Spiel: Unser Bundesbruder&nbsp;<strong>Romuald Niescher (v\/o Xerxes)<\/strong>&nbsp;\u2013 ein einflussreicher Politiker \u2013 half uns, den Mietvertrag mit der Stadt Innsbruck zu bekommen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Schutt, Schwei\u00df und Einweihung<\/strong>&nbsp;Im Mai 1979 gaben wir das alte Heim auf. Der neue Vertrag mit der Stadt stand, und wir bekamen sogar noch Geld von der Liedertafel zur\u00fcck. Dann hie\u00df es schuften: Aus einer \u201evermoderten Rumpelkammer\u201c machten die Aktiven (unter den Senioren Alexander, Mordillo und Fl\u00f6te) in unz\u00e4hligen Schichten ein gem\u00fctliches Heim. Die Stadt \u00fcbernahm die groben Arbeiten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Das Happy End (1980)<\/strong>&nbsp;Am&nbsp;<strong>7. Juni 1980<\/strong>&nbsp;(beim 74. Stiftungsfest) wurde das neue Heim in der Siebererstra\u00dfe eingeweiht. Das Beste daran: Weil so viele spendeten und selbst mit anpackten, mussten wir das Geld aus der Liedertafel-Aufl\u00f6sung gar nicht antasten. Wir hatten pl\u00f6tzlich ein nagelneues Heim&nbsp;<em>und<\/em>&nbsp;ein volles Bankkonto.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n<\/details>\n\n\n\n<details class=\"wp-block-details alignwide is-layout-flow wp-block-details-is-layout-flow\"><summary>100 Jahre Alemannia &amp; Die neue Fahne (Moderne Geschichte)<\/summary>\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Das Jahrhundert-Event: 100 Jahre Alemannia (2006)<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">2006 haben wir die 100 voll gemacht. Das&nbsp;<strong>Centenarfest<\/strong>&nbsp;war keine normale Party, sondern ein Marathon aus Highlights, der zeigte, wie stark die Alemannia in Tirol verwurzelt ist.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Der Auftakt: Prominenz pur<\/strong>&nbsp;Schon im Dezember 2005 ging es los. Beim Weihnachtskommers holten wir uns geistliche Verst\u00e4rkung:&nbsp;<strong>Bischof Manfred Scheuer<\/strong>&nbsp;nahm unser Band an und wurde Alemannen-Mitglied.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Wir zeigen Geschichte<\/strong>&nbsp;Im Fr\u00fchling 2006 pr\u00e4sentierten wir uns im Altstadtrathaus. Eine Ausstellung zeigte unsere Sch\u00e4tze aus 100 Jahren. Sogar die legend\u00e4re B\u00fcrgermeisterin&nbsp;<strong>Hilde Zach<\/strong>&nbsp;kam vorbei und staunte, was wir alles \u00fcberlebt und mitgestaltet haben.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Der H\u00f6hepunkt im Kongress<\/strong>&nbsp;Im Mai 2006 folgte das Main-Event. Stadt und Land luden uns erst auf die schicke Weiherburg ein \u2013 eine enorme Wertsch\u00e4tzung! Dann der Festkommers im&nbsp;<strong>Congress Innsbruck<\/strong>: Der Saal war voll, die Stimmung riesig. Das Highlight: Landeshauptmann&nbsp;<strong>Herwig van Staa<\/strong>&nbsp;bekam unser Band verliehen. Die Laudatio (Lobrede) hielt kein Geringerer als der extrem beliebte&nbsp;<strong>Altbischof Reinhold Stecher<\/strong>.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Der spirituelle Ausklang<\/strong>&nbsp;Am n\u00e4chsten Tag ging es nach Schwaz. Pater Felix Gradl gestaltete eine sehr pers\u00f6nliche Messe, danach lud uns der Schwazer B\u00fcrgermeister ins Rathaus ein.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Der echte Geburtstag<\/strong>&nbsp;Am&nbsp;<strong>06.06.06<\/strong>&nbsp;(unserem genauen Gr\u00fcndungstag) feierten wir dann ganz intern auf der Bude. Mit einem feierlichen&nbsp;<strong>Landesvater<\/strong>&nbsp;(einer speziellen Zeremonie) schworen wir uns auf die n\u00e4chsten 100 Jahre ein.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>2012: Eine neue Fahne f\u00fcr die Zukunft<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Warum eine Neue?<\/strong>&nbsp;Unsere alte Fahne hatte viel durchgemacht: Sie wurde vor den Nazis versteckt und bei hunderten Festen getragen. 2011 war sie am Ende: Der Stoff riss ein, die Halterungen waren kaputt. Eine weitere Nutzung h\u00e4tte dieses historische St\u00fcck mit dem&nbsp;<strong>einzigartigen Tiroler Adler<\/strong>&nbsp;(den nur wir so f\u00fchren!) komplett zerst\u00f6rt. Also beschloss die Generalversammlung (GAHC) 2011: Wir brauchen eine neue Fahne.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Teuer, aber machbar<\/strong>\u00a0Eine handgestickte Fahne aus \u00d6sterreich kostet ein Verm\u00f6gen. Dank unseres damaligen Kassiers\u00a0<strong>Blondl<\/strong>\u00a0und vielen gro\u00dfz\u00fcgigen Spendern haben wir das Geld aber zusammenbekommen.<\/p>\n\n\n\n<details class=\"wp-block-details is-layout-flow wp-block-details-is-layout-flow\"><summary>Spenderliste<\/summary>\n<figure class=\"wp-block-table\"><table class=\"has-fixed-layout\"><thead><tr><th>N\u00b0<\/th><th>Name<\/th><th>Verbindung<\/th><\/tr><\/thead><tbody><tr><td>&nbsp;&nbsp;1<\/td><td>OAR i.R. RegR Edmund Mauracher<\/td><td>TTI, AMI, ALI, CII&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;<\/td><\/tr><tr><td>&nbsp;&nbsp;2<\/td><td>Mag. Sieghard Sch\u00e4fer<\/td><td>ALI&nbsp;&nbsp;<\/td><\/tr><tr><td>&nbsp;&nbsp;3<\/td><td>Annemarie Schipflinger<\/td><td>&#8212;&nbsp;&nbsp;<\/td><\/tr><tr><td>&nbsp;&nbsp;4<\/td><td>Veronika Karnthaler<\/td><td>&#8212;&nbsp;&nbsp;<\/td><\/tr><tr><td>&nbsp;&nbsp;5<\/td><td>Dr. Benedikt Treml<\/td><td>ALI&nbsp;&nbsp;<\/td><\/tr><tr><td>&nbsp;&nbsp;6<\/td><td>Dr. Roland Pollo<\/td><td>ALI&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;<\/td><\/tr><tr><td>&nbsp;&nbsp;7<\/td><td>HSOL Mjr Johannes Lindig<\/td><td>ALI&nbsp;&nbsp;<\/td><\/tr><tr><td>&nbsp;&nbsp;8<\/td><td>BSI i.R. RegR Ferdinand Treml<\/td><td>ALI&nbsp;&nbsp;<\/td><\/tr><tr><td>&nbsp;&nbsp;9<\/td><td>OSR HSDir. i.R. Helmut Sch\u00e4fer<\/td><td>ALI&nbsp;&nbsp;<\/td><\/tr><tr><td>&nbsp;&nbsp;10<\/td><td>Dr. Wilhelm Hofer<\/td><td>ALI&nbsp;&nbsp;<\/td><\/tr><tr><td>&nbsp;&nbsp;11<\/td><td>Dr. Walter Kerle<\/td><td>ALI&nbsp;&nbsp;<\/td><\/tr><tr><td>&nbsp;&nbsp;12<\/td><td>Bischof Exzellenz Mag.theol. Dr.h.c. Reinhold Stecher<\/td><td>ALI&nbsp;&nbsp;<\/td><\/tr><tr><td>&nbsp;&nbsp;13<\/td><td>Josef Berger<\/td><td>ALI&nbsp;&nbsp;<\/td><\/tr><tr><td>&nbsp;&nbsp;14<\/td><td>HSOL SR Edwin M\u00fcller<\/td><td>ALI&nbsp;&nbsp;<\/td><\/tr><tr><td>&nbsp;&nbsp;15<\/td><td>Mag. Marcus Autherith<\/td><td>ALI&nbsp;&nbsp;<\/td><\/tr><tr><td>&nbsp;&nbsp;16<\/td><td>Eduard Bertolin<\/td><td>ALI&nbsp;&nbsp;<\/td><\/tr><tr><td>&nbsp;&nbsp;17<\/td><td>Prof. OStR Mag. Rainer Gaugg<\/td><td>ALI&nbsp;&nbsp;<\/td><\/tr><tr><td>&nbsp;&nbsp;18<\/td><td>Mag. Philipp Kofler<\/td><td>ALI&nbsp;&nbsp;<\/td><\/tr><tr><td>&nbsp;&nbsp;19<\/td><td>Dr. Wilhelm Margreiter<\/td><td>ALI&nbsp;&nbsp;<\/td><\/tr><tr><td>&nbsp;&nbsp;20<\/td><td>LH G\u00fcnther Platter<\/td><td>AMI&nbsp;&nbsp;<\/td><\/tr><tr><td>&nbsp;&nbsp;21<\/td><td>Exzellenz Di\u00f6z.Bischof Dr.theol. Manfred Scheuer<\/td><td>ALI&nbsp;&nbsp;<\/td><\/tr><tr><td>&nbsp;&nbsp;22<\/td><td>RegR BSI i.R. Hans Schipflinger<\/td><td>ALI&nbsp;&nbsp;<\/td><\/tr><tr><td>&nbsp;&nbsp;23<\/td><td>Gunda Stanarevic<\/td><td>ISI&nbsp;&nbsp;<\/td><\/tr><tr><td>&nbsp;&nbsp;24<\/td><td>Michael Stanarevic<\/td><td>ALI&nbsp;&nbsp;<\/td><\/tr><tr><td>&nbsp;&nbsp;25<\/td><td>Stefan Stumvoll<\/td><td>ALI&nbsp;&nbsp;<\/td><\/tr><tr><td>&nbsp;&nbsp;26<\/td><td>Martin Zangerl<\/td><td>ALI&nbsp;&nbsp;<\/td><\/tr><tr><td>&nbsp;&nbsp;27<\/td><td>OSR i.R. SSDir. Helmut Zangerl<\/td><td>ALI&nbsp;&nbsp;<\/td><\/tr><tr><td>&nbsp;&nbsp;28<\/td><td>J\u00f6rg Zimmermann<\/td><td>ALI&nbsp;&nbsp;<\/td><\/tr><tr><td>&nbsp;&nbsp;29<\/td><td>SenPr\u00e4s. Dr.iur. Walter Krabichler<\/td><td>ALI&nbsp;&nbsp;<\/td><\/tr><tr><td>&nbsp;&nbsp;30<\/td><td>Martin Herzner<\/td><td>TTI&nbsp;&nbsp;<\/td><\/tr><tr><td>&nbsp;&nbsp;31<\/td><td>Dipl.-Ing. (FH) G\u00fcnter Laber<\/td><td>ALI&nbsp;&nbsp;<\/td><\/tr><tr><td>&nbsp;&nbsp;32<\/td><td>OSR HSDir. i.R. Gottfried Trenkwalder<\/td><td>ALI&nbsp;&nbsp;<\/td><\/tr><tr><td>&nbsp;&nbsp;33<\/td><td>OSR i.R. PTSDir. Franz Wurnig<\/td><td>ALI&nbsp;&nbsp;<\/td><\/tr><tr><td>&nbsp;&nbsp;34<\/td><td>BerSDir. i.R. OSR Joseph Eberwein<\/td><td>ALI&nbsp;&nbsp;<\/td><\/tr><tr><td>&nbsp;&nbsp;35<\/td><td>Bgm. a.D. Romuald Niescher sen.<\/td><td>ALI&nbsp;&nbsp;<\/td><\/tr><tr><td>&nbsp;&nbsp;36<\/td><td>OSR VSDir. Klaus Trenkwalder<\/td><td>ALI&nbsp;&nbsp;<\/td><\/tr><tr><td>&nbsp;&nbsp;37<\/td><td>Hans Heiss<\/td><td>ALI&nbsp;&nbsp;<\/td><\/tr><tr><td>&nbsp;&nbsp;38<\/td><td>Dr. Jordan Adalbert<\/td><td>ALI&nbsp;&nbsp;<\/td><\/tr><tr><td>&nbsp;&nbsp;39<\/td><td>OSR i.R. VSDir. Rudolf W\u00f6ss<\/td><td>ALI&nbsp;&nbsp;<\/td><\/tr><tr><td>&nbsp;&nbsp;40<\/td><td>MdEP KommR Ing. Dr.rer.soc.oec Paul R\u00fcbig<\/td><td>FRL&nbsp;&nbsp;<\/td><\/tr><\/tbody><\/table><\/figure>\n<\/details>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Die gro\u00dfe Weihe am Bergisel<\/strong>&nbsp;Am&nbsp;<strong>20. Oktober 2012<\/strong>&nbsp;war es soweit. Am historischen Bergisel (Kaiserj\u00e4germuseum) wurde die neue Fahne geweiht.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image aligncenter size-large\"><img decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"768\" fetchpriority=\"low\" src=\"https:\/\/alemannia.tirol\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/ALI2012_Fahne-1024x768.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-250\" srcset=\"https:\/\/www.alemannia.tirol\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/ALI2012_Fahne-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/www.alemannia.tirol\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/ALI2012_Fahne-300x225.jpg 300w, https:\/\/www.alemannia.tirol\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/ALI2012_Fahne-768x576.jpg 768w, https:\/\/www.alemannia.tirol\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/ALI2012_Fahne-1536x1152.jpg 1536w, https:\/\/www.alemannia.tirol\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/ALI2012_Fahne-2048x1536.jpg 2048w\" sizes=\"(max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li><strong>Prominenz:<\/strong>\u00a0Neben Spitzenvertretern des Verbandes war auch Landtagspr\u00e4sident\u00a0<strong>DDr. Herwig Van Staa (v\/o Perkeo)<\/strong>\u00a0dabei.<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Good Vibes:<\/strong>\u00a0Nach der Weihe und dem Sekt gab es ein Buffet. Coole Geste: Was \u00fcbrig blieb, wurde sofort der Obdachlosenhilfe (st\u00e4dtische Herberge) gespendet.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Die Party danach (Kommers)<\/strong>&nbsp;Senior &#8222;<strong>Stinson<\/strong>&#8220; leitete den Festkommers im Urichhaus souver\u00e4n.<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li><strong>Highlights:<\/strong>\u00a0Dr. Roland Pollo (v\/o Pepone) wurde zum\u00a0<strong>Ehrenaltherren<\/strong>\u00a0ernannt (eine extrem hohe Auszeichnung) und stiftete daf\u00fcr ein Kreuz f\u00fcr unser Grab am Tummelplatz.<\/li>\n\n\n\n<li><strong>G\u00e4ste:<\/strong>\u00a0Sogar aus Wien reiste die Verbindung\u00a0<strong>Rhaetia<\/strong>\u00a0an \u2013 weil sie genau wie wir die Farben Gr\u00fcn-Rot-Gold tr\u00e4gt.<\/li>\n<\/ul>\n<\/details>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>120 Jahre Geschichte \u2013 Tradition im Wandel Zwei Weltkriege, zwei politische Diktaturen mit Verbotszeiten und tiefgreifende gesellschaftliche Umbr\u00fcche \u2013 und mittendrin eine Gemeinschaft, die sich nie hat verbiegen lassen. Seit 1906 steht die K.T.St.V. Alemannia Innsbruck f\u00fcr Werte, die Zeiten \u00fcberdauern. 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